Der Quintenzirkel als Landkarte
Der Quintenzirkel verbindet alle zwölf Tonklassen durch wiederholte Schritte von sieben Halbtönen. Musikalisch wichtig ist: Benachbarte Durtonarten teilen sechs von sieben Tönen. Das hilft beim Verständnis von Tonarten und Akkordbewegungen.
C → G verändert nur einen Ton
C-Dur enthält C D E F G A B. G-Dur enthält G A B C D E F♯. Die Reihenfolge ändert sich und F wird zu F♯; sechs Töne bleiben gemeinsam. Der nächste Schritt nach D-Dur verändert zusätzlich C zu C♯. In der anderen Richtung verwendet F-Dur B♭ statt B. Wir bleiben bei internationalen Tonnamen.
Deshalb zeigt der Zirkel auch die Vorzeichen der Tonarten. C-Dur hat keine, G-Dur ein Kreuz (F♯), D-Dur zwei (F♯ und C♯) und F-Dur ein b-Vorzeichen (B♭). C-Dur und a-Moll haben dieselben Vorzeichen, ebenso G-Dur und e-Moll. Die Vorzeichen allein bestimmen also noch nicht das Zentrum.
Warum kommen wir wieder bei C an?
Bei Tonklassen modulo 12 beträgt jeder Schritt +7. Weil 7 und 12 keinen gemeinsamen Teiler größer als 1 haben, erreichst du alle zwölf Positionen vor der Wiederholung. F♯ und G♭ können auf dem Klavier dieselbe Taste sein. Die Schreibweise wechselt im Zirkel, damit die Tonarten übersichtlich bleiben.
Eine reine Quinte über B heißt korrekt F♯. Auf dem gleichstufig gestimmten Klavier haben F♯ und G♭ dieselbe Tonhöhe: Sie sind enharmonisch gleich. Hier wechselt der Zirkel zu b-Namen, um die Tonarten lesbar zu halten. Vergleiche die klingenden Tonklassen, auch wenn an dieser Stelle mehrere Buchstabennamen wechseln.
C → G → D → A → E → B → G♭ → D♭ → A♭ → E♭ → B♭ → F → C.
Tonarten und Akkorde sind verwandt, aber verschieden
Neben C stehen F und G: IV und V in C-Dur. Das sind wichtige Akkorde innerhalb derselben Tonart. Ein G-Akkord bedeutet deshalb nicht automatisch einen Wechsel nach G-Dur. Eine Modulation setzt voraus, dass die Musik ein neues tonales Zentrum etabliert.
Die Gegenrichtung führt zu einer Ankunft
Die Grundtöne D → G → C bewegen sich in fallenden Quinten oder steigenden Quarten. In C-Dur ergibt Dm–G7–C eine ii–V–I-Verbindung. Die Tonart bestimmt die Akkordarten, der Zirkel zeigt die Grundtonbeziehung. B → C und F → E bei G7 → C unterstützen die deutliche Auflösung.
Eine Quarte umfasst vier Stammtöne; die reine Quarte beträgt fünf Halbtöne. Eine Quinte abwärts und eine Quarte aufwärts führen daher zur selben Tonklasse. ii–V–I bedeutet Akkorde auf der zweiten, fünften und ersten Stufe; bei G7 kommt die Septime des V-Akkords hinzu.
Probiere es am Klavier
Vergleiche C-Dur und G-Dur unten und finde F, das zu F♯ wird. Spiele danach Dm–G7–C und höre die Ankunft auf C. Unter Experimente → Frei entdecken → Quintenzirkel kannst du weitere benachbarte Tonarten vergleichen.
C D E F G A B C
Synthetischer Klang.
Prüfe dein Verständnis
Prüfe dein Verständnis
Bedeutet ein G-Akkord in einem Stück in C-Dur zwingend einen Tonartwechsel?
Der Zirkel zeigt Beziehungen zwischen Tonarten. Für Akkorde zu einer konkreten Melodie zählen auch Melodietöne, Rhythmus und Schlüsse.
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