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Akkorde zu einer Melodie finden

Meist gibt es mehr als eine passende Harmonisierung. Eine Melodie grenzt die Auswahl ein, doch Rhythmus, Bass, Stil und Richtung zählen ebenfalls. Beginne einfach und vergleiche konkrete Alternativen mit dem Ohr.

Finde ein wahrscheinliches Zentrum

Spiele oder singe die Melodie und achte darauf, wo sie abgeschlossen klingt. Sammle ihre Töne, aber bestimme die Tonart nicht allein aus dem ersten oder letzten Ton. Probiere am Schluss einen möglichen Tonikaakkord. Klingt er wie ein Zuhause, hast du eine Arbeitshypothese für den Rest.

Suche harmonisch wichtige Stellen

Beginne mit einem Akkord pro Takt oder Phrase. Lange und betonte Töne sowie Schlüsse sind gute Anhaltspunkte. Hält die Melodie in C-Dur ein E, sind C, Am und Em naheliegende Dreiklänge: Alle enthalten E. Die folgenden Melodietöne können eine Möglichkeit überzeugender machen.

Ein Takt fasst mehrere Zählzeiten zusammen; eine Phrase ist eine kleine musikalische Aussage, die mehrere Takte umfassen kann. Wenn du noch keine Takte zählst, beginne dort, wo die Melodie einen Ton hält oder eine natürliche Pause macht.

Nicht jeder Melodieton muss Akkordton sein

E–F–G kann über C liegen. E und G sind Akkordtöne; F kann als Durchgang dazwischen dienen. Ein langes, betontes F erzeugt eine andere Spannung als ein kurzes F auf leichter Zählzeit. Rhythmus und Auflösung zählen deshalb ebenso wie die Zugehörigkeit zu einer Tonleiter.

Das unterscheidet Tonleitertöne von Akkordtönen. F gehört zu C-Dur, aber nicht zum C-Dreiklang C–E–G. Innerhalb der Tonleiter zu bleiben bedeutet daher nicht, über diesem Akkord spannungsfrei zu klingen.

Höre die Folge, nicht nur den Augenblick

Probiere C–F–G–C und ersetze dann das erste C durch Am. Einzeln mögliche Akkorde ergeben nicht automatisch eine überzeugende Folge. Höre auf Basslinie, Wiederholung und Richtung. I, IV und V sind ein guter Anfang; vi und ii bringen weitere Farben. Auch leiterfremde Töne können beabsichtigt sein.

Probiere es am Klavier

Vergleiche unten drei Akkorde mit E4 als oberstem Ton. Spiele dann E–F–G über C, ohne bei jedem Ton den Akkord zu wechseln. Spiele F kurz und G lang, dann umgekehrt.

Höre die Beispiele und vergleiche.

G3–C4–E4

Synthetischer Klang.

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Prüfe dein Verständnis

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Muss sich der Akkord bei jedem neuen Melodieton ändern?

Sind die Akkorde gewählt, können aus ihren Tönen eigenständige Stimmen um die Melodie entstehen.

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